Launch Q3 2026
BearGuard®
BearGuard®
Governance & AI Guardrails
DE EN
Anti-Vermeidung - BEPS

Base Erosion and Profit Shifting (BEPS)

OECD/G20-Projekt gegen Gewinnverkuerzung und Gewinnverlagerung multinationaler Unternehmen - 15 Aktionspunkte, 2013-2015.

LinkedIn X WhatsApp

Zusammenfassung

Das BEPS-Projekt (Base Erosion and Profit Shifting) ist eine gemeinsame Initiative der OECD und der G20, die darauf abzielt, Steuervermeidungsstrategien multinationaler Unternehmen zu bekaempfen. Diese Strategien nutzen Luecken und Unstimmigkeiten in nationalen und internationalen Steuerregeln, um Gewinne in Niedrig- oder Nullsteuergebiete zu verlagern.

  • Lanciert 2013 auf Initiative der G20-Staaten
  • 15 Aktionspunkte decken die wichtigsten BEPS-Risiken ab
  • Ergebnisse 2015 als Abschlussberichte veroeffentlicht
  • Ueber 135 Laender und Gebiete beteiligt (Inclusive Framework)
  • Grundlage fuer das Zwei-Saeulen-Modell (Pillar One & Two)

Geschichte

Vor dem BEPS-Projekt nutzten multinationale Konzerne aggressiv internationale Steuerplanungsstrukturen - bekannte Beispiele sind das „Double Irish“, „Dutch Sandwich“ und andere hybride Strukturen. Studien schaetzten die jaehrlichen Steuerausfaelle auf 100-240 Milliarden USD weltweit.

Im Jahr 2012 beauftragten die G20-Finanzminister die OECD, einen Aktionsplan zu entwickeln. Im Februar 2013 erschien der OECD-Bericht „Addressing Base Erosion and Profit Shifting“, im Juli 2013 folgte der BEPS-Aktionsplan mit 15 Aktionspunkten. Die endgueltigen Berichte wurden im Oktober 2015 verabschiedet und von den G20-Staats- und Regierungschefs in Antalya gebilligt.

2016 gruendeten OECD und G20 das Inclusive Framework on BEPS, das Nicht-OECD-Staaten eine gleichberechtigte Teilnahme ermoeglicht. Das Multilaterale Instrument (MLI, BEPS Action 15) trat 2018 in Kraft. 2021 einigte sich das Inclusive Framework auf das Zwei-Saeulen-Modell als weiterfuehrende BEPS-Reaktion auf die digitale Wirtschaft.

Geltungsbereich

Das BEPS-Projekt gilt weltweit fuer multinationale Unternehmen, die in mehreren Steuerhoheitsgebieten taetig sind. Die 15 Aktionspunkte decken folgende Themenbereiche ab:

  • Hybride Gestaltungen und Betriebsstaettenstatus
  • Verrechnungspreise und Wertschoepfung
  • Transparenz und CbC-Berichterstattung
  • Schaedliche Steuerpraktiken und Abkommensmissbrauch
  • Streitbeilegung und multilaterale Instrumente

Umsetzungspflichten sind je nach Aktionspunkt unterschiedlich - Mindeststandards (Actions 5, 6, 13, 14) sind verbindlich fuer Mitglieder des Inclusive Framework.

Kernanforderungen

  • Umsetzung der vier Mindeststandards (Actions 5, 6, 13, 14)
  • Peer-Review-Prozess zur Ueberwachung der Umsetzung
  • Anpassung nationaler Steuergesetze und Doppelbesteuerungsabkommen
  • Einfuehrung des laenderbezogenen Berichts (CbCR) fuer Konzerne ab 750 Mio. EUR Umsatz
  • Ratifikation bzw. Anwendung des Multilateralen Instruments (MLI)

Korrekturen & Errata

2026-QA-215 Präzisierung 20. März 2026
Doppelte Verbindung entfernt: tp→beps-a13 (beps-a13→tp bleibt)

Bidirektionale Duplikate bereinigt.

Alle Details auf der Errata-Seite →
2026-QA-202 Präzisierung 20. März 2026
Fehlende Verbindung: beps → cbcr

CbCR (Country-by-Country Reporting) ist Output von BEPS Action 13 — Elternverbindung fehlte.

Alle Details auf der Errata-Seite →

Inhalt zuletzt geprüft: 22. Februar 2026. Fehler gefunden oder Aktualisierung nötig? [email protected]