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Sanktionen

SDN-Liste – OFAC Specially Designated Nationals and Blocked Persons

Die OFAC SDN-Liste ist die wichtigste globale Sanktionsliste: US-Personen müssen Geschäfte mit gelisteten Personen und Unternehmen vollständig unterbinden.

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Zusammenfassung

Die Specially Designated Nationals and Blocked Persons List (SDN List) ist eine vom US Office of Foreign Assets Control (OFAC) verwaltete Liste von Personen, Organisationen und Schiffen, mit denen US-Personen keine Geschäfte machen dürfen und deren in den USA befindliche Vermögenswerte eingefroren werden. Die SDN-Liste ist das wirksamste Instrument amerikanischer Sanktionspolitik und hat globale Compliance-Relevanz.

  • Umfang: Über 18.000 Einträge (Personen, Unternehmen, Schiffe, Flugzeuge).
  • 50%-Regel: Unternehmen im Eigentum zu 50%+ von SDN-Personen sind ebenfalls zu blockieren.
  • Sofortige Wirkung: Listung löst automatisch Vermögenssperrung und Transaktionsverbot aus.
  • Regelmässige Updates: OFAC aktualisiert die Liste laufend (mehrmals pro Woche).

Geschichte

Die SDN-Liste entstand als konsolidiertes Instrument aus verschiedenen früheren OFAC-Listen im Laufe der 1990er Jahre. Ursprünglich dominierten Einträge aus dem Drogen-Sanktionsprogramm (SDNTK) und Kuba-/Iran-Programmen. Nach 9/11 2001 und dem Erlass von Executive Order 13224 wurde die Liste um Terrorismus-Einträge (SDGT) massiv erweitert. Die Finanzkrise und die geopolitischen Entwicklungen (Russland 2014, 2022; Nordkorea; Venezuela) führten zu einem exponentiellen Wachstum der Liste. Heute enthält die SDN-Liste über 18.000 Einträge aus über 40 Sanktionsprogrammen. Hochkarätige Enforcement-Fälle (BNP Paribas 2014, Société Générale 2018) haben die SDN-Compliance zu einem globalen Standard gemacht, dem auch Nicht-US-Banken folgen müssen.

Geltungsbereich

Die SDN-Liste betrifft:

  • Alle US-Personen (Bürger, Einwohner, US-Unternehmen) direkt und mit vollem Compliance-Zwang
  • Nicht-US-Banken, die Dollar-Transaktionen verarbeiten (Sekundärsanktionsrisiko)
  • Multinationale Unternehmen mit US-Bezug

Eintragstypen: Personen (natürlich, juristisch), Schiffe, Flugzeuge; geordnet nach Sanktionsprogramm (SDT, SDGT, SDNTK, IFSR usw.).

Kernanforderungen

  • US-Personen dürfen keine Transaktionen mit SDN-Einträgen durchführen; Verstoß ist Straftat.
  • Alle in den USA befindlichen Vermögenswerte von SDN-Einträgen müssen eingefroren werden.
  • 50%-Regel: Unternehmen, an denen SDN-Personen 50%+ halten, sind automatisch blockiert – auch wenn nicht explizit gelistet.
  • Echtzeit-Screening gegen die tagesaktuelle SDN-Liste ist Best Practice.
  • OFAC-Lizenzpflicht für jede Ausnahme (humanitarian licence, specific licence).
  • Meldepflicht bei Blocking-Ereignissen an OFAC (Blocking Notice).
  • Gelistete Personen können einen Antrag auf Entlistung (Petition for Removal) bei OFAC stellen.

Vorgänger

OFAC

Verwandte Frameworks

SanktionenOFACUK OFSI

Korrekturen & Errata

2026-QA-131 Korrektur 28. Februar 2026
Qualitaetsaudit: SDN-Liste – OFAC Specially Designated Nationals and Blocked Persons

5 Korrekturen:
- EO 13224 wurde am 23. September 2001 unterzeichnet, nicht am 24.
- 50%-Regel-Guidance: Datum 2006-06-13 nicht korrekt
- Russland-Sanktionsdatum 2022-02-01 ist falsch
- Anzahl SDN-Eintraege stark veraltet: 18.664 statt 12.000
- Anzahl Sanktionsprogramme veraltet: 72 statt 35
2 Aktualisierungen:
- last_amended Platzhalter-Datum 2024-01-01 ist veraltet
- Offizielle URL leitet auf neue OFAC Sanctions List Site weiter
1 Praezisierung.
1 Anmerkung.

Alle Details auf der Errata-Seite →

Inhalt zuletzt geprüft: 24. Februar 2026. Fehler gefunden oder Aktualisierung nötig? [email protected]